, Juen Laurin

Starten die Diepoldsauer Faustballerinnen ihre Aufholjagd für das Final 4?

Am Wochenende startet die erste Damenmannschaft des SVD Diepoldsau-Schmitters in die heisse Phase der Hallenmeisterschaft. Nach einer bislang durchzogenen Saison befinden sich die Rheininslerinnen aktuell zwei Zähler hinter einem Rang, der zur Teilnahme am Finalevent berechtigen würde. Um dieses Ziel noch zu erreichen, müssen Tanja Bognar und Co. an den letzten beiden Spieltagen nochmals alles in die Waagschale werfen und wichtige Punkte sammeln.

Sollte sich die Mannschaft von Trainerin Eva Lässer für das Finalevent qualifizieren, wäre dort wieder alles offen. Die Diepoldsauerinnen haben in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass sie an einem Finalwochenende zu Grosstaten fähig sind und durchaus um den Titel mitspielen können. Ein möglicher Nachteil bei einer Qualifikation als vierte Mannschaft wäre allerdings, dass man im Halbfinale auf den vermeintlich stärksten Gegner treffen würde. Der Weg zum Titel wäre damit besonders steinig, aber keineswegs unmöglich.

Das Ziel für das kommende Spielwochenende ist klar definiert: Zwei Siege aus zwei Spielen sollen her. Möglich sollte dieses Vorhaben allemal sein, denn der SVD tritt in den letzten beiden Runden wieder vollzählig an und kann erneut auf Erfolgsgarantin Tanja Bognar zählen. Ihre Rückkehr verleiht dem Spiel der Diepoldsauerinnen zusätzliche Durchschlagskraft und Stabilität. Ob dieser Plan aufgeht, wird sich am Sonntag in Burgdorf im Kanton Bern zeigen.

Im ersten Spiel des Tages treffen die Frauen aus Diepoldsau auf die Mannschaft aus Kreuzlingen, den vermeintlich stärkeren Gegner an diesem Wochenende. Obwohl Kreuzlingen derzeit von Verletzungen geplagt ist, zeigte Notschlagfrau Rahel Hess im letzten Aufeinandertreffen eine starke Leistung und führte ihr Team zu einem klaren 3:0-Sieg gegen Diepoldsau. Mit der Rückkehr von Tanja Bognar sollen die Karten nun jedoch neu gemischt werden. Ziel ist es, gegen Kreuzlingen gut in die Partie zu starten und den Gegner von Beginn weg unter Druck zu setzen. Da die Thurgauerinnen weiterhin auf beide Stamm-Schlägerinnen verzichten müssen, dürften sie nicht die gleiche Stärke aufweisen wie in früheren Begegnungen.

Im zweiten Spiel gegen die Mannschaft aus Schlieren verfolgt der SVD einen ähnlichen Plan: gewinnen, und dies möglichst souverän. Da im Kampf um die Qualifikation für die Final 4 jeder Punkt und sogar jeder einzelne Ball zählen kann, wollen die Diepoldsauerinnen in dieser und in der nächsten Runde nichts anbrennen lassen. Normalerweise sollte diese Partie keine unlösbare Aufgabe darstellen, konnte man doch bereits das Hinspiel trotz dezimiertem Kader mit 3:2 für sich entscheiden. Auch wenn dieses Resultat knapp ausfiel, dürfte die Mannschaft von Eva Lässer in voller Besetzung doch einige Klassen stärker einzustufen sein.

Ob sich Diepoldsau an diesem Wochenende eine gute Ausgangslage für die Qualifikation an die Final 4 erarbeiten kann, wird sich zeigen. Gespielt wird um die Schweizer Krone im Faustball am 28. Februar und 1. März in Wängi. Möchten die Diepoldsauerinnen ihren Titel wieder einmal verteidigen, müssen sie an diesem Wochenende sowie am letzten Spieltag am 8. Februar nochmals alles aus sich herausholen.

Bildquelle: Corina Pinchera/ Swiss Faustball