, Juen Laurin

Düsteres Wochenende für das Herren 1

Nachdem die Faustballer des SVD Diepoldsau-Schmitter ihr erstes Spiel der Saison gewinnen konnten, lagen sie noch nie auf dem letzten Platz des Klassements. Da sie an diesem Wochenende gegen die punktelose Mannschaft aus Jona antreten mussten, war die Ausgangslage klar: Entweder können sich die Diepoldsauer einen komfortablen Vorsprung auf die Barrageplätze erspielen, oder sie fallen selbst ans Tabellenende zurück, da Jona über das bessere Satzverhältnis verfügte.

Im ersten Spiel des Tages kam es direkt zum Duell zwischen Jona und den Rheintalern aus Diepoldsau. Die Partie begann ausgeglichen, und bis zur Hälfte des ersten Satzes konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Danach gelang den Diepoldsauern jedoch kaum noch etwas. Die Joner machten Punkt um Punkt und sicherten sich den ersten Durchgang deutlich. Auch im zweiten Satz zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Diepoldsauer hielten mit dem Tempo der Joner lange gut mit und blieben stets in Schlagdistanz. Gegen Ende des Satzes verloren sie jedoch erneut den Anschluss und mussten die Gastgeber davonziehen lassen. So ging auch der zweite Durchgang an den TSV Jona. Der dritte Satz verlief ähnlich wie die beiden vorherigen. Die Diepoldsauer starteten gut, machten wenige Eigenfehler und erspielten sich eine vielversprechende Ausgangslage. Doch wiederum fehlte in der Schlussphase die nötige Konsequenz. Die Joner nutzten ihre Chancen konsequent aus und brachten den Sieg souverän ins Trockene. Die Partie ging somit klar und diskussionslos an den TSV Jona.

Damit war bereits nach dem ersten Spiel klar, dass die Diepoldsauer ans Tabellenende zurückfallen würden. Um dies am vergangenen Samstag noch zu verhindern, hätte gegen die Spitzenmannschaft aus Wigoltingen ein Sieg hergemusst.

Im zweiten Spiel des Tages wussten die Herren aus Diepoldsau, dass sie nichts mehr zu verlieren hatten. Mit dieser Einstellung starteten sie in die Partie gegen den haushohen Favoriten aus Wigoltingen. Die Rheininsler hielten überraschend gut mit und präsentierten sich insbesondere zu Beginn der Sätze auf Augenhöhe. Im Vergleich zu früheren Partien gegen Spitzenteams zeigten sie eine deutlich verbesserte Leistung. Dennoch wurde im Verlauf des Spiels der Unterschied in Erfahrung, Konstanz und individueller Klasse sichtbar. Wigoltingen kontrollierte das Geschehen weitgehend und liess den Diepoldsauern nur wenige Chancen auf einen Satzgewinn. Wigoltingen gewann auch dieses Spiel mit 3:0.

Somit steht dem SVD Diepoldsau-Schmitter in den kommenden Wochen eine echte Herkulesaufgabe bevor. Aus den verbleibenden sechs Saisonspielen sollte mindestens ein Sieg resultieren, wenn man die Barrageplätze noch verlassen möchte. Die Ausgangslage ist zwar schwierig, aber keineswegs aussichtslos. Auf die Diepoldsauer warten noch wichtige Direktduelle, in denen entscheidende Punkte gewonnen werden können. Würde die Saison heute enden, träfen in der Barrage aus dem Osten die Herren aus Schlieren und aus dem Westen die Mannschaft aus Vordemwald auf die Rheininsler. Bis dahin bleibt jedoch noch genügend Zeit, um die Situation aus eigener Kraft zu verbessern.


Bildquelle: Markéta Lang/Swiss Faustball