Barrage trotz drei Matchbällen
Am vergangenen Samstag spielte die erste Herrenmannschaft des SVD Diepoldsau-Schmitter um die letzten Punkte der laufenden Feldsaison. Dabei trafen die Rheintaler auf die bereits fix für den Finalevent qualifizierten Hausherren aus Neuendorf sowie auf die FG RiWi. Den Diepoldsauern war bewusst, dass sie mindestens einen Sieg benötigen würden, um den direkten Ligaerhalt zu schaffen und nicht den Umweg über die Barrage antreten zu müssen.
Im ersten Spiel des Tages trafen der FB Neuendorf und der SVD Diepoldsau-Schmitter aufeinander. Die Heimmannschaft aus dem Kanton Solothurn galt dabei als klarer Favorit. Die Diepoldsauer gingen jedoch mit einem klaren Matchplan in die Partie. Dabei wollten sie vor allem den Starspieler der Gastgeber, Dominik Rhyn, an der Angabe konsequent beschäftigen und ihm dadurch etwas die Durchschlagskraft und seine Entfaltungsmöglichkeiten nehmen.
Zu Beginn der Partie gelang es den Diepoldsauern, diesen Plan hervorragend umzusetzen. Die Ostschweizer starteten stark und gewannen den ersten Satz. Anschliessend übernahm Rhyn jedoch immer mehr Verantwortung, was sich insbesondere im zweiten Durchgang zeigte. Neuendorf agierte ruhiger, präziser und druckvoller als die Rheininsler und sicherte sich den Satzausgleich.
Durch Wechsel brachten die Diepoldsauer frischen Wind in die Partie und trumpften im dritten Satz nochmals gross auf. Dieser verlief beinahe identisch wie der erste und ging erneut an die Rheintaler. Damit fehlte den Ostschweizern nur noch ein Satzgewinn zum direkten Ligaerhalt. Allerdings war bei prallender Sonne und grosser Nachmittagshitze zunehmend zu erkennen, dass den Rheininslern die Kräfte ausgingen. Diepoldsau verlor den vierten Satz und musste somit in die Entscheidung. Dort zeigte sich der Kraft- und Qualitätsunterschied der beiden Mannschaften nochmals deutlich, und Neuendorf gewann die Partie mit 3:2.
In der zweiten Begegnung des Tages wurden die Chancen der Diepoldsauer im Vorfeld deutlich höher eingeschätzt als noch gegen Neuendorf. Die Rheintaler starteten stark und sicherten sich den umkämpften ersten Satz. Auch im zweiten Durchgang war den Diepoldsauern nicht anzumerken, dass sie bereits fünf intensive Sätze in den Beinen hatten. Mit grossem Willen, einer starken spielerischen Leistung und viel Herzblut gewannen die Rheintaler auch den zweiten Satz und benötigten erneut nur noch einen Durchgang zum direkten Klassenerhalt.
Im dritten Satz erspielten sich die Diepoldsauer beim Stand von 10:9 ihren ersten Matchball. Dieser endete jedoch in der Leine und gab RiWi neuen Auftrieb. Die FG gewann den dritten Satz, und das Drama nahm seinen Lauf. Diepoldsau wechselte, probierte und kämpfte bis zum Schluss. Auch in den Sätzen vier und fünf erspielten sich die Rheintaler je einen weiteren Matchball. Keiner davon konnte jedoch verwertet werden, sodass die Diepoldsauer die Partie bittererweise als Verlierer beenden mussten.
Nun gilt es, die Köpfe zu lüften, weiter konzentriert zu trainieren und am Samstagmorgen des Finalevents nochmals alles in die Waagschale zu werfen, um den Ligaerhalt mit der letztmöglichen Chance doch noch zu sichern. Mit welcher Verstärkung die Rheintaler dort auftreten werden, ist bis zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.
Bildquelle: Markéta Lang/Swiss Faustball